Beitrags-Archiv für die Kategory 'Die Gesellschaft stinkt'

Soziale Entwöhnung

Donnerstag, 10. Juni 2010 13:37

Liebe Gemeinde,

Bin ich sozial?

Sicherlich, ich bin Jesus, aber trotzdem. Nach dem Gesichtspunkt sozial/hilfsbereit dürfte die Frage leicht zu beantworten sein – sicherlich!

Aber ich – sozial? Sozial verträglich, sozial im Reden, Tun und Sein? Bin ich gegenüber meinen Kommilitonen sozial, wenn wir in einer Vorlesung sitzen? Ich denke nicht.

Bis Mitte/Ende des letzten Semesters hatte ich immer zwei, drei, oder teilweise sogar vier Menschen, mit denen ich regen Kontakt pflegte und gerne sprach. Das hat sich glücklicherweise geändert – einige haben abgebrochen, andere vermeide ich, da sie alleine einfach nicht aushalte. Wieder andere haben sich – wer kann es ihnen verübeln – sozial umorientiert, weg von mir.

Anfang des Semesters wurde das noch nicht so deutlich, weil ich gezwungenermaßen gelegentlich in Kontakt mit Menschen kam. Als ich aber vor knapp drei Wochen aufgrund anderweitiger Verpflichtungen (und meine einzige Klausur war geschrieben) aufhörte, in Vorlesungen zu gehen einige Vorlesungen früher verlassen musste, hörte ich auch auf, mit den lieben Mitjuristen zu sprechen. Gut, oder? Seit dieser Woche bin ich wieder in den Vorlesungen und kann mich, ohne die lästigen Seitengespräche, sehr viel besser konzentrieren. Fun-Fact: Bis vor 4 Minuten hatte ich heute noch mit niemandem mehr als 3-4 Worte gesprochen. Eben kam allerdings eine Freundin vorbei. *g*

Wer jetzt aber denkt, dies sei ein Post um mich (vor mir selbst?) zu rechtfertigen, wie toll es doch sein kann, einsam zu sein, der irrt – ich wollte hier einfach mal wieder etwas schreiben. Die Idee für Überschrift und Inhalt kam mir vorhin bei Subway, als ich eine Gruppe von Schülern, ca. 7. Klasse, beobachten durfte. Da musste ich denken: Wie unschön war es doch früher in komplizierten und aufgezwungenen sozialen Gefügen (Klasse/Schule), in denen man sich anpassen musste oder unterging. Das fürchterliche Getue von Weibchen gegenüber Männchen, der Machtkampf zwischen zwei Männchen und das Imponierende gehabe in jedem Satz – Jesus, ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist!

Unkompliziert und frei zu reden, leben und zu studieren (oder in jeder anderen Reihenfolge), ist befreiend und nicht hinderlich. So lasst uns alle die soziale Entwöhnung vollziehen und der Gesellschaft lebewohl sagen!

Oder, um es mit den Worten meines Profs und damit dem QotD zu sagen, welches ich selbst noch nicht ganz verstanden habe:

Bestimmungsgemäßer Verbrauch einer Fußgängerzone ist kommunikativer Verkehr.

Prof. Jur.; über eine unverständliche aber juristisch sicherlich notwendige Definition

Thema: As seen on real life, Die Gesellschaft stinkt | Kommentare (3) | Autor: Jesus

“Generation Click.”

Mittwoch, 28. April 2010 13:37

So einiges habe ich grade gelesen.

Der Artikel (wohl eine Art Studie – hier der Link) zeigt so einiges auf: Viele Jugendliche sind internet- und mediensüchtig. Viele Erwachsene (“Ältere”) verstehen nichts von der neuen Welt. Eltern sollten besser erzogen werden. Lehrer resignieren. Das Internet bietet neue Möglichkeiten, kurz, die Welt verändert sich.

Ist Euch (= meine lieben Leser/mein lieber Leser) immer gegenwärtig und bewusst, dass das, was ich, was wir ins Internet bringen, hier mehr oder weniger für immer und für jedermann sichtbar ist? Nein. Ganz sicher nicht. Aber das macht nichts, weil wir es grundsätzlich wissen, wir haben uns damit schon mehrfach (häufig!) beschäftigt und schreiben nichts blind – wir überlegen. Viele Dinge schreibe ich hier nicht, poste auch keine Bilder (mit mir), weil ich weder mich öffentlich stellen noch diese Seite mit mir füllen will.

Bücher liest Emre keine.

Hat das etwas mit dem Internet zu tun? Mit zu hohem Medienkonsum? Nope. Never. War bei uns auch nicht anders, mit 16 war das uncool (Naja, zumindest wenn man sich den Durchschnitt anschaut, auch ich hab Bücher gelesen).

In der “Studie” werden unglaublich viele Dinge vermischt: Kinder seien schlechter in der Schule – weil sie nur noch überfliegen, nicht genau lesen. Blödsinn. Mehr Medienkonsum wurde schon immer mit schlechteren Leistungen in Verbindung gebracht, das ist aber viel zu oberflächlich betrachtet. Dass Kindern so viele Informationen vorgesetzt werden, schult eine völlig neue Art von Filtersystem für ihr Gehirn. Mehr Inhalt in weniger Zeit – soll das unser Gehirn nicht mehr können? Sicher nicht. Nur – wenn es auf Genauigkeit und jedes Wort ankommt, bei einem Gedicht zum Beispiel, dann muss man umschalten können.

Das Handy, [...] nachts bei den meisten unter dem Kopfkissen. Es ist das letzte Ding, das sie vor dem Einschlafen sehen, und das erste, das sie morgens anfassen.

Hallo? Bei wem denn nicht? Nur weil mein Handy eine Uhr, einen Wecker und eine Taschenlampe integriert hat, wird dies hier verteufelt – mal ehrlich, das ist doch nicht wirklich bedenklich, oder?!

Schulleiter beschweren sich darüber, dass Inhalte nur noch digital gelesen werden, es soll problematisch sein, dass Jugendliche Zeitungen nur im Internet anschauen und die Print Edition für alt halten.

Woher kommt die ganze Problematik? Eltern sind schuld – meine Meinung. Sie sind selbst schuld, weil sie sich nicht richtig – oder überhaupt nicht – mit den neuen Inhalten und Medien beschäftigen und daher unfähig sind, ihren Kindern eine sinnvolle Nutzung beizubringen. Der Artikel beschreibt gut, wie viele Kinder im Konsum untergehen und das für natürlich halten. Wenn mir niemand sagt, dass es problematisch ist, meinen Lehrer zu filmen und das ins Internet zu stellen – dann mache ich es doch selbstverständlich, es IST nun mal lustig!

Gleichzeit finden Jugendliche aber auch schnell eigene Regeln. Wer über 16 ist, wird als Kontakt nicht angenommen, sagt eine 14-jährige. Oder man akzeptiert Männer gleich gar nicht. Zwei einfache Regeln, aber ich will nicht wissen, was die beiden alles lesen durften, bevor sie darauf gekommen sind. Eltern könnten hier viel leisten.

Ein Kommentar lautet:

danke für diesen wirklich tollen artikel!

mir gefällt vor allem, dass er ziemlich neutral gehalten ist und nur den zsutand beschreibt, ohne die übliche euphorie oder panikmache.

Okay, der hat nicht mitgelesen. Vielleicht der nächste:

Ich schätze sehr am obenstehenden Text, dass er versucht, die tatsächliche Mediennutzung detailreich zu dokumentieren. [...]

Schon besser, aber auch ziemlich falsch. Noch mal deutlich: Wer den Artikel liest, und sagt, er sei NEUTRAL, der hat zu viele Medien konsumiert und liest deswegen nur noch zu oberflächlich. Vielleicht ist der Artikel tatsächlich in dem Sinne relativ neutral, als dass er keine Bewertungen vornimmt. Das ist aber nicht das Hauptkriterium, sondern nur eine Voraussetzung für neutrale Berichterstattung. Viel entscheidender ist, WAS er neutral beschreibt. Und dieser Artikel ist so ungemein einseitig, dass er nur eine Schlussfolgerung zulässt:

Medienkonsum macht unsere Kinder kaputt. Das bisschen gute ist vernachlässigbar.

Gegenstimmen höre ich gerne. Schon allein die fettgedruckte Zusammenfassung zieht alles in einen “scheinbar” negativen Zustand. Der Tag der Jugendlichen wird so dargestellt, als sagten sie kein Wort mehr, seien nur noch “Mumien”  mit iPod und Handy – unterhalten die Jugendlichen sich nicht mehr? Arbeiten sie nicht in der Schule mit? Gibt es nicht solche und solche? Das wären Fragen, die geklärt werden müssen, wenn man einem Jugendlichen so scheinbar vom Aufstehen bis zum Schlafengehen folgt. Wenn ich nur Lehrer interviewe, die noch nie bei Twitter waren, kann ich natürlich nichts erwarten. Und dass Plagiate an Schulen noch immer ein Problem sind – das ist die Schuld der Erziehung und der Lehrer. Ein Schüler hat schon immer versucht, sich die Arbeit zu ersparen, sei es durch Abschreiben beim Nebensitzer oder im Internet. Der Unterschied: Eines merken die Lehrer häufig – und ich denke jetzt nicht an den Nebensitzer…

Aussagen, die vor 10 und 20 Jahren schon galten (“ich lerne ohnehin nicht viel, ich merke mir alles in der Schule” – und – “Ich bin jeden Tag gleich lange am Computer. Habe ich eine Prüfung, schlafe ich einfach weniger”) gehören nicht in einen solchen Bericht, Erwachsene glauben dann, hier würden Eigenarten von süchtigen Jugendlichen beschrieben werden.

Viel fatales wird leider in dem Artikel geschrieben, das man hin und wieder zwischen viel Unsinn findet – aber alles kann durch bewusste Erziehung im Umgang mit modernen Medien gestoppt werden, meine ich. Kinder müssen sich der Probleme einfach bewusst sein, dann klappt das schon. Eltern vielleicht sogar Familien- oder Verbraucherinstitute, vor allem aber auch die Schulen.

__ Manchmal schreibe ich lange eMails. Manchmal weiß ich nicht, was ich schreiben soll – dann schreibe ich auf’s Hömmel.

Ich entschuldige mich für die semi-wissenschaftliche Weise, wie ich den Artikel beschrieben bzw. analysiert habe. Was ich sagen will wird vielleicht klar. Und sorry für die Formatierung. Aber vielen Dank an alle, die so weit gelesen haben. Und schämt euch, wenn ihr nur alles überflogen und bis zum Ende gescrollt habt – ihr seid doch alle internetsüchtig!

Thema: As seen on real life, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt!, Zitate | Kommentare (2) | Autor: Jesus

Trash

Mittwoch, 29. Juli 2009 13:32

Nach dem Beitrag zur Problematik von Stuff auf dem uns allen bekannten Weblog, ist mir wieder eingefallen, was ich schon lange mal posten wollte. Folgender Link liegt seit geraumer Zeit in meiner Sammlung, es schien mir aber nie passend, ihn zu schreiben. Heute auch nicht.

Lohnenswert – Digital Dumping Grounds

Und jetzt auf zur Hausarbeit – Sachverhalt wird demnächst ebenfalls mal hier stehen, damit ihr seht, womit ich mich hier rumschlage… :)

Thema: Die Gesellschaft stinkt | Kommentare (0) | Autor: Jesus

Bundesdruckerei und anderes

Samstag, 18. Juli 2009 14:00

Hier ist mal wieder ganz schön zu sehen, was genau es bedeutet, wenn man die Bundesdruckerei als privates Unternehmen (= nicht in Staatshand, sondern wirtschaftlich agierend!) machen lässt, was man will – zur Erinnerung: Das sind die, die unsere (RFID-)Reisepässe drucken und “hoffentlich bald” auch die neuen Gesundheitskarten.
Link

Weiter geht es nicht politisch. Die meisten unserer Leser könnten das hier interessant finden: Ein Video von der Cebit 1987 – lohnt sich! *g*


Einige der Sätze könnten heute eins zu eins übernommen werden, vor allem sagt der Typ irgendwann “Einige dieser Rechner leisten mittlerweile genauso viel wie die Großrechner vor 10 Jahren” – göttlich! ;)

Im Übrigen wünsche ich euch viel Spaß auf dem “tollen”, “günstigen” und (nachts) “langem” Stadtfest, wobei einige der Anführungszeichen als “irreführend” bezeichnet werden könnten. Ob ich zu finden sein werde – weiß nicht. Bin allerdings in the town.

Thema: Bundesministerium für Verteidigung, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt! | Kommentare (2) | Autor: Jesus

Als ich dem Teufel die Handlungskraft nahm…

Donnerstag, 14. Mai 2009 23:34

… suchte er sich einfach neue Hände. Er tat dies in den unterschiedlichsten Formen und Ausartungen. Nicht nur, lies er sich neue Hände neben den Füßen wachsen, damit er sie täglich mit Füßen treten konnte (??), auch suchte er sich diverse Diener auf der Erde. Einige nannte er dabei Gutenberg. Von Gutenberg. Diesen seiner Diener lies er so öffentlich auftreten, dass er von inzwischen 81.0011; Deutschen bekämpft wird. Wir alle haben Hoffnung auf den Erfolg dieser Petition, zumindest aber ist deren Medienwirksamkeit unumstritten. Denn viele Zeitungen sind inzwischen auf der hömmlischen Seite und berichten – gelinde gesagt – kritisch über unseren Rechtsstaat.

Auch konnte nur dank dieser Medienwirksamkeit ein mehr als nur interessantes Urteil (Hier über telemedicus.info in der Zusammenfassung) des LG Hamburgs gefunden werden, indem die Richter bereits im Oktober 2008 die Wirkungslosigkeit von DNS-Sperren (= Die Stopp-Schilder, die eingeführt werden sollen) erklärt haben, da selbst sie (die Richter) diese mithilfe von wenigen Google-Suchen in ein paar Minuten umgehen konnten. Zudem wird noch einmal auf die dadurch entstehende Grundverdächtigung jedes Menschen hingewiesen, der versehentlich auf einem Stopp-Schild landet, während die IP-Adressen der Sperren-Umgeher nicht an das BKA weitergeleitet werden (…würden… langer Satz, sorry)

Aber damit noch nicht genug. Die Handlungen des Teufels in höchster Person gehen weiter: Während sich nur ein kleiner Teil seiner Kraft auf die medienpräsente Kraft des von Gutenberg richten, hat er sich – fast unbehelligt – ein Hintertürchen aufgebaut: Der Kinderschutzbund e.V. (via Internet-Law) hat sich nun mit einer großen Macht in der Lobby-Szene zusammengetan. Zusammen mit dem Videothekenverband (= Pornohändler, nicht wertend!) geht er gegen die bisher so erfolgreiche Petition vor, und will die Internetzensur retten. Hierfür läuft schon seit mehreren Tagen eine eigene Petition zum Schutz der Kinder (danke an netzpolitik.org), welche die Unwissenheit der Normalbürger ausnutzen soll. Tja, Petitionen können auch die Bösen.

Aber das sind noch gar nicht alle im Bunde. Auch die Organisation mit der hässlichen Homepage innocence in danger, eine andere Kinderschutzgruppe, macht mit. Chefin der Sache: Die liebe Frau von und zu Gutenberg (und wer jetzt denkt “doch nicht etwa…” dem sage ich: “Doch. Genau die.”). Ausführlich berichtet wieder netzpolitik.org.

Nota bene: Alle Links in diesem Artikel sind lesenswert! Ihr braucht maximal 20 Minuten, um alles zu lesen. Dies stellt die – wie von gewissen Lesern erbetene – Zusammenfassung der aktuellen Diskussionen dar. Von den praktisch unendlichen Nachrichten, die gerade so herumgeistern, habe ich die meiner Meinung nach besten ausgewählt und hier zur Verfügung gestellt. Wer jetzt noch nicht genug hat, begibt sich auf Europaebene und informiert sich über Datenskandale in Frankreich – jetzt endlich (diesmal wirklich!) mit dem schönen 3-Strikes-Law.

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; – )

Whollola!

Ach ja – ich war eigentlich beim Teufel stehen geblieben. Hände, links und rechts und so. Und die haben heute Geburtstag, darum alles Gute! Und viel Spaß, du bist ja schon wieder on Tour.

Thema: Allgemein, Der Teufel, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt! | Kommentare (1) | Autor: Jesus

Justizministerin auf Diss-kurs

Dienstag, 12. Mai 2009 18:44

Wir verweisen auf den ursprünglichen Beitrag dieses Weblogs:

Disclaimer außer Kraft: Auf Google verlinken ist Straftat!

Unglaublich, aber wahr! Nach nicht einmal zwei Monaten lies sich unsere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries dazu herab, die Anschuldigung Anfrage unserer lieben linken & rechten Hand des Teufels zu beantworten. Die zugegeben etwas pathetisch und nicht ganz präzise Frage war in einem Zustand höchster Beherrschung geschrieben worden, die Wut lässt sich zwischen den Zeilen kaum erkennen. Leider, muss man jetzt sagen.

Denn wie es den Anschein hat, hatte unsere Bundesjustizministerin nichts besseres zu tun (wenn sie es denn selbst geschrieben hat, was ich mir in der Tat vorstellen könnte), als die Frage wenig elegant zu umgehen und lediglich auf Ungereimtheiten in der conclusio hinzuweisen. Peinlich, sehr peinlich.

Wer ernsthaft begründen will, was er tut – und das hatten wir alle erwartet (naja, nicht wirklich…), sollte gefälligst darüber hinwegsehen, dass die Frage nicht fehlerfrei ist. Denn der Sinngehalt war mehr als nur übermäßig deutlich erkennbar. Trotzdem, es macht offensichtlich mehr Spaß, die Frage nicht zu beantworten.

Hier nachzulesen:

abgeordnetenwatch.de: Brigitte Zypries

Es bleibt, trotz allen Einschränkungen, schlicht dabei:

Wer einen Link setzt, [...] kann sich strafbar [...] machen. Entsprechendes gilt, wenn der Link auf eine Seite verweist, die ihrerseits einen Link auf eine Seite mit kinderpornographischem Material enthält u.s.w.

Zitat könnte versehentlich leicht aus dem Zusammenhang gerissen sein.

Wir danken unserem Rechtsstaat und freuen uns hoffentlich schon auf die nächste Folge, dann mit “Wie die Deutsche Kinderhilfe e.v. für Netzzensur wirbt und Professoren die Internetsperren mit Argumenten aus Printmedien verteidigen” und: “Bundestagsforum verbietet Links: Wie die Moderatoren die Kontrolle verlieren – Erkennt die Regierung plötzlich, dass ihre Gesetze nicht durchsetzbar sind?”

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Hinweis: Die Links in diesem Eintrag wurden in der Hoffnung erstellt, in entferntester Weise (was absolut sicher ist) auf Wikipedia, Wikileaks oder eine andere Seite zu verlinken, welche Links zu Seiten enthalten, welche Verweise auf Seiten mit Links zu KiPo’s anzeigen. Diese sind mir hiermit  zueigen gemacht.

Thema: Bundesministerium für Verteidigung, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt!, Zitate | Kommentare (1) | Autor: Jesus

Und im Dunkel der Gezeiten: Licht?

Donnerstag, 23. April 2009 14:26

Nebst größtem Zeitdruck (bewusst nicht: Stress) in der letzten Woche meiner Hausarbeit und nun der ersten Woche des Semesters konnte ich mich langsam wieder vom scheinbar unüberwindbaren Weltuntergang entfernen.

Nebst verschiedenen Meldungen aus unserer Politik, insbesondere dem genauen Gesetzesentwurf zur Internetzenzur, nun noch weitere freudige Meldungen!

Fraglich natürlich erst mal, was am  Gesetzesentwurf toll sein soll. Nun, erst mal, dass er so abartig ist! Da nun die versprochenen Einschränkungen, insbesondere “Nur außereuropäische Seiten werden gesperrt”, doch nicht ins Gesetz gefunden haben, ist das Gesetz auch noch aus anderen Gründen, wie bspw. der Kriminalisierung Aller Internetnutzer höchst wahrscheinlich verfassungswidrig. Sicher ist das natürlich frühestens in 3-5 Jahren, aber ein schmerzhafter Lichtblick. Ebenfalls zu empfehlen:

Diese Seite.
Diese zur Belustigung.
Und diese.

Weiter mit etwas noch unglaublicherem, und wir schließen hier direkt an den hämischen Kommentar der L&RHdT an, siehe letzter Beitrag. Der Pirate Bay Prozess war nicht nur eine Schweinerei, er könnte jetzt sogar ungültig sein! Juristen des ganzen Landes rufen nach einem “Re-Trial”. Der Richter, ein sicherlich netter und erfahrener Mann (Guckt mal, ich habe ihn nicht beleidigt!) ist in verschiedenen Organisationen tätig – welche genau? Links anschauen.

Englisches Originalbei TorrentFreak .
Deutsches Äquivalent bei Gulli.

PS: Wer das noch nicht mitgekriegt hat: Das Urteil ist ja – wie früher nur Filme – schon vor der Veröffentlichung im Internet einzusehen gewesen. Auch ein Grund, warum der Prozess sowieso schon untersucht wird. ;)

Quote of the Day:

Böses Sofa!

Mein Mitbewohner, letzte Woche.

Thema: Bundesministerium für Verteidigung, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt! | Kommentare (5) | Autor: Jesus

Disclaimer außer Kraft: Auf Google verlinken ist Straftat!

Montag, 30. März 2009 23:41

Internet-Law: LG Karlsruhe: Durchsuchung wegen mittelbaren Links auf dänische Sperrliste war statthaft.

Diesen – bei allem was mir heilig ist – unvorstellbaren Beitrag habe ich eben über unsere hömmlische Nachrichtenagentur Netzpolitik.org gefunden. Lesen. Einfach nur lesen, kann nicht mehr viel dazu schreiben. dsaflöjasdilöfjaeklröiuzewioiajdfwhatthefuckwiekönnensienur?!?!?

Auch die Kommentare sind äußerst interessant. Nur bedenken, dass nicht alles fundiert ist…
“Strafbar kann sich der Betreiber einer Homepage bereits dadurch machen, dass er einen gezielten Link zu einer Internetseite mit kinderpornografischem Inhalt setzt und damit diese ZU EINEM EIGENEN INHALT MACHT, für den er gemäß §7TMG verantwortlich ist.”
“Ein vollendeter Besitzerwerb … ist … bereits mit dem automatischen Download in den … Cache gegeben. ”

großer Gott, ich sollte das Studienfach wechseln. Das macht mich doch krank!

Also ACHTUNG alle Leser: Der nächste Beitrag wurde mit dem Vorsatz gesetzt, euch zu illegalen Materialien zu führen. (Miss)achtet unseren Disclaimer bitte.
wikileaks – Google-Suche.

QotD:

So stirbt die Freiheit - unter tosendem Beifall

Thema: Bundesministerium für Verteidigung, Die Gesellschaft stinkt | Kommentare (11) | Autor: Jesus

Innenministerdeutsch: Des Schäubles kleines Wörterbuch

Montag, 9. März 2009 13:04

Raum, rechtsfreier»

Gern von BKA-Chef Jörg Ziercke bemühtes Synonym für das Internet. Jedoch bezeichnet “Recht” die Gesamtheit der Gesetze. Die gelten durchaus auch im Netz. Nur die rechtsstaatliche Strafverfolgung ist erschwert, eine Überwachung technisch möglich, aber rechtlich nicht zulässig. Das Grundgesetz nennt diesen Zustand “Privatsphäre”.

via Innenministerdeutsch: Des Schäubles kleines Wörterbuch | Deutschland | Nachrichten auf ZEIT ONLINE.

Wer mal wieder was lustiges lesen will, hier darf geklickt werden.
Gefunden über netzpolitik.org

Thema: Allgemein, Bundesministerium für Verteidigung, Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt! | Kommentare (0) | Autor: Jesus

How To Kill The Music Industry | TorrentFreak

Sonntag, 1. März 2009 1:01

How To Kill The Music Industry | TorrentFreak .

 

Mehr als nur lohnenswerter Artikel, empfehle ich jedem, der grade 10 Minuten Zeit hat! Alle anderen sollen’s auch mal lesen. 

 

QotD:

Ich hasse alle Frauen.

B.D.King

 

Verflucht, und in 8 Stunden fängt mein Turnier an… :-(

Thema: "Es gibt...", Die Gesellschaft stinkt, Diskussion - mitreden erlaubt!, Gott, Schach | Kommentare (2) | Autor: Jesus