Sonntag, 17. August 2008 19:49
Teil 1 ist leider nicht mehr verfügbar
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Nox betritt das Gebäude. Er blickt sich um. Ein Schild weist den Weg zur Anmeldung. Er biegt falsch ab. Ein Frau sieht ihn an. “Möchten Sie zur Anmeldung? Da müssen Sie da lang, Zimmer 105.” Sie lächelt freundlich, er bedankt sich. Er findet Zimmer 105. Er betritt das kleine Zimmer. Die Frau sieht ihn fragend an. “Ähm. Ich soll mich hier anmelden.” “Und Sie sind… ?” “Ähm — Nox.” “Ah. Sie sind zur Musterung hier, nehme ich an? Setzen Sie sich doch bitte Herr Nox.” Sie arbeitet am Computer. “Wohnen Sie hinter der Hömmelspforte?” Er sieht Sie überrascht und fragend an. “Da habe ich auch mal gewohnt. Ich wohne jetzt in A.. Die Adresse kam mir so bekannt vor.” “Ah.” “Hier haben Sie den Laufzettel und ein paar Informationen. Setzen Sie sich doch bite ins Wartezimmer, Raum 136. Ihre erste Station wird die Aufnahme der Personalien sein.”.
Er betritt den Warteraum. Ein äußerst grimmig dreinschauender Gefreiter sitzt an einem Schreibtisch. Wahrscheinlich Strafdienst. Er rührt keine Mine und starrt weiter in seine Zeitung mit vier Buchstaben. Nox setzt sich an einen Tisch, der mit Werbung vollgestopft ist. Er schlägt sein Buch auf.
Eine junge Frau steht in der Tür. “Herr Nox?” Nox schaut auf, schlägt sein Buch zu, steht auf und folgt ihr in ein kleines Büro. Sie überprüft Name, Anschrift und so weiter. “Haben Sie einen Führerschein?” “Nein, ich kann mich teleportieren.” “Aha. Gut.” “Welche dieser Fähigkeiten besitzen sie?” “Ähm, mal sehen. Naturkatastrophen heraufbeschwören, Seelen verdammen, Programmieren, Datenverarbeitung, textverarbeitung, Pest, Tabellenkalkulation.” “Schön, und wo würden Sie gerne hin?” “Musik.” “Aha, haben Sie sich da schon informiert?” “Ja.” “[...]” “Sie können jetzt zurück ins Wartezimmer.” Der grimmige Soldat sitzt noch immer da.
Eine Frau steht in der Tür “Herr Nox?” Nox schaut auf, steht auf und folgt ihr in einen Raum mit einer kleinen Kammer. “Wir müssen jetzt ihr Gehör überprüfen. Bitte klopfen Sie an die Scheibe, sobald Sie den Ton hören.” Ein paar Töne und einige Klopfer später: “Gehen Sie jetzt bitte in unseren Warteraum, ziehen Sie sich um und kommen Sie wieder.”
Er betritt den Raum, hoffnungsvoll sehen einige junge Männer auf. Dann Enttäuschung. “Kann nicht mal ein Arzt kommen?!” Er zieht sich um und kehrt zurück. Er wird gewogen, vermessen und pinkelt in einen Becher. Dann Rückkehr in den Warteraum. Die selben jungen Männer. Einer trinkt. “Kannst du jetzt endlich mal?!” “Nee…”
Konversation, Witze über Urinprobe, man unterhält sich übers Verweigern und alles andere.
Eine nicht mehr ganz junge Ärztin steht in der Tür. “Herr Nox?” Er erhebt sich und läuft vor ihr ins Untersuchunsgzimmer. Fragen nach krankheiten in der Familie, Kinderkrankheiten, Drogenmissbrauch und Anderem. Dann das heikle Thema: Trichterbrust. Betrachtung, Unterhaltung, “Das dürfte kein Problem sein. Stehen Sie doch mal bitte auf.” [...] Sie betrachtet den Rücken und er muss sich bücken. Mehrmals. “Waren damit mal beim Orthopäden?” “Ich weiß nicht, wenn dann ist das lange her…” “Sie sollten damit mal zum Orthopäden gehen.” [...] “Wir sollten einen Orthopäden für Sie finden… Ist Ulm ganz aus der Welt für Sie?” “Ja.” “Warum?” “Weil ich aus einer Anderen Welt bin.” “Ach so.” Die Arzthelferin spricht “Sie sind doch aus dem Hömmel? In Münsingen ist doch eine Hömmelspforte! Und da gibt es einen Orthopäden!” Ärztin: “Gut, da gehen Sie bitte hin. Der soll Ihren Rücken Röntgen und uns die Ergebnisse mitteilen, ich schreibe Ihnen eine Überweisung. Heute noch kein Tauglichkeitsgrad, erst wenn wir die Ergebnisse vom Orthopäden haben!”
Eigungstest. Er langweilt sich.
Er ist fertig und geht nach Hause. Kein Tauglichkeitsgrad? Fachärztliche Untersuchung? Großartig – es geht also noch weiter.