Dienstag, 27. Mai 2008 20:21
Wer jetzt meint, halt, “Queen of the Damned”, den Film kenn ich doch, den muss ich leider enttäuschen.
Vielmehr stört es mich, dass das Hömmel zur Zeit so müde ist. Wieso? Well… it depends. Bis gestern hätte ich noch gesagt “weil ich keine Zeit habe, Abizeitung und so”. Heute nicht. Heute hätte ich Zeit, jetzt, genau jetzt würde ich liebend gerne was schreiben, das dann wieder (Jesus sei Dank!) niemand liest. Aber natürlich fällt mir jetzt nichts ein. Darum müsst ihr euch nun das übliche philosophische Gelaber eines x-beliebigen bloggers anhören…
QotD, oder auch das Quote of the day, wie man eher sagen würde, lautet heute:
Ach nein, halt, das hatten wir schon. Sorry. Ist aber trotzdem toll (und von Nietzsche, wenn ich mich recht entsinne, darum poste ich es, um dann offiziell ein anderes für das heutige Zitat zu wählen. Hier also Nietzsche:
Although the most acute judges of the witches and even the witches themselves, were convinced of the guilt of witchery, the guilt nevertheless was non-existent. It is thus with all guilt.
Hope you all remember this, especially me…
Heute also dieshieriges:
“It’s not who you are underneath… It’s what you do, that defines you.”
Hoffe das hatten wir noch nicht. Hoffe niemand will wissen, woher ich das habe (also weshalb es auf meiner Zitate-Liste steht), wenn doch, dann müsst ihr Yahoo fragen (:P) und es wird peinlich (für mich)…
Ehrlich gesagt, bin ich jetzt kurz davor, die (meiner Meinung nach… Oh Hömmel, mach ich heute viele Klammern!) typische “Blogger-Frage” zu stellen: Was denkt ihr, glaubt ihr, dass das genau so ist?
Aber zum Glück bin ich keine verzweifelte 15-jährige Goth (oh stimmt, wollte mir nachher noch meine Nägel lackieren…) sondern kann mich auch alleine recht gut mit… mir selbst auseinandersetzen. Aber jetzt bloß keinen ausgewachsenen Aufsatz/Erörterung erwarten, so viel Zeit hab ich auch nicht und ich will ja schließlich nur, dass hier etwas steht!)
Oft wird behauptet, dass es nicht auf das Äußere ankommt. Logischer Weise, so scheint es, muss es dann um das Innere gehen. Das “underneath”. Was man denkt, wie man fühlt, was man möchte, welchen Charakter man hat.
Oder gehe ich jetzt in die falsche Richtung? Wenn ich schreibe, “auf das es ankommt”, meine ich das, wovon das QotD spricht: “that defines you”. Wie definiert man einen Menschen? Eine eben solche Definition wird in der heutigen Zeit oftmals durch das Äußere erstellt. “That defines you” meint, was für ein Mensch wir sind. Unser Charakter, unser Leben, unser Auftreten, unsere Handlungen. Und man meint, das Äußere spiegelt dies alles wieder. Ich weiß, diese Diskussion ist alt und durchgekaut, jeder von uns weiß, dass egal wie ich aussehe, ich immer ein nerviger kleiner Junge bleibe, trotzdem muss ich das jetzt hier erwähnen. Ich bemühe mich – bewusst – darum, Leute nicht nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Wenn ich das täte, und mich nur mit Leuten abgäbe, die mir aufgrund ihres Aussehens zusagen, hätte ich keine Freunde. (oh… *g* Zu viel Ironie?)
Aber welche Kriterien entscheiden für mich? Der Charakter. Ganz klar, was das für ein Mensch ist. Das kann ich erst entscheiden, wenn ich jemanden näher kenne, einige Zeit mit ihm verbracht habe. Wenn ich herausfinde, was Ironie ist und was ernst gemeint ist. Nicht immer leicht, das durfte ich in letzter Zeit spüren.
Aber unser QotD spricht nicht von Charakter, nicht von Innerem, sondern genau von dem Gegenteil: “What you do”. Es schließt sogar ganz spezifisch aus, wovon ich gerade gesprochen habe: “It’s not who you are underneath”. Wie darf man das verstehen? Ich stelle mir folgendes vor: Ich kann noch so überzeugt von etwas sein, z.B. von der Gefahr von Genmais, aber wenn ich nichts dagegen tue, ist es völlig egal. Ich kann ein noch so freundlicher Mensch sein, aber wenn ich jemanden mobbe, bin ich ein Arschloch. Und ich kann noch so geniale, kreative und intelligente Gedanken/Überlegungen/Ideen haben, wenn ich nichts sage, bin ich dumm.
Beurteilt man so Menschen? Stimmt diese Beurteilung?
Nach etwas nachdenken kommt man zu dem Ergebnis: Ja und vielleicht. Ja, wir alle beurteilen Menschen, ob wir es wollen oder nicht, zuerst nach ihrem Aussehen, dann nach ihren Handlungen und zuletzt nach ihrem Charakter.
Wen ich gar nicht kenen, behandle ich so, wie ich alle Menschen behandle, die so ähnlich aussehen/auftreten. Wen ich etwas besser kenne, “beobachtet habe”, beurteile ich (auch) nach seinem Verhalten. Und der Charakter ist irgendwo weiter hinten. Für mich sind die meisten Menschen, die ich in der Schule oder sonst irgendwo treffe das, was sie tun. Dadurch werden sie definiert. Für mich. Wenn ich sie besser kenne, sehe ich vielleicht Motive, einen Charakter hintern den Handlungen und kann selbige anders beurteilen, mein Hauptkriterium bleiben aber die Handlungen.
Dies ist aber – empirisch zumindest – falsch. Man kann Menschen Jahre lang kennen und nie ein Wort mit ihnen reden aber jeden Tag sehen, was sie tun. Und man definiert diese Menschen für sich. Genau davon spricht das Zitat. Aber genau das ist falsch. Da man nie alle Handlungen eines Menschen sieht, nie alle seine Motive und Hintergründe kennt, nie völlig versteht, weshalb er handelt, wird sich unweigerlich ein mehr oder weniger falsches Bild… bilden.
Menschen, die als Säufer eingeschätzt werden, weil sie so aussehen und weil sie immer mit Säufern zusammen sind und sich genau wie diese Verhalten, werden in unserem Kopf auch zu Säufern.
Lästermäuler, die sich wie Intelligente verhalten, werden für uns zu solchen, auch wenn wir intensiven Kontakt mit ihnen haben. Das Egoistische, den unfreundlichen, geradezu bösen Charakter erkennt man oft nicht.
Ich habe jetzt einiges schon lange wieder einiges vergessen, was ich am Anfang noch schreiben wollte, und stelle fest, dass so ein Konzept gar nicht schlecht wäre, auch weiß ich gar nicht mehr so genau, wo und wie ich enden wollte, aber hier jetzt ein mäßiges Fazit:
Zwar muss man Dinge nicht nur denken, glauben oder davon überzeugt sein, man muss auch danach handeln (hat vielleicht etwas mit Mut, Feigheit, Kraft zu tun), aber die Tatsache, dass man es nicht tut, verändert einen Menschen nicht. Handlungen spielen eine Rolle, wenn wir wissen wollen, wer jemand ist, sie sind auf jeden Fall wichtiger wie (als) das Aussehen, aber es ist und bleibt das Innere, was jemanden ausmacht. Es zu erkennen ist oftmals fast völlig unmöglich, außer man hat wirklich häufigen und intensiven Kontakt mit jemandem, aber darum geht es gar nicht:
Jeder muss sich bewusst sein, dass er nicht weiß, was der andere (kleingeschrieben) für ein Mensch ist. Wir können es nicht wissen, wer mir da gegenübersteht. In den meisten Fällen zumindest. Man täuscht sich in Menschen, wird von ihnen enttäuscht (negativ) oder überrascht (positiv). Just don’t be too sure of yourselves.
(absatz)
(a)
Hui, was für ein Unsinn, das hat jetzt aber gut getan, einfach irgendwas zu schreiben
(a)
Ach ja, und ganz wichtig: Andere Meinungen? RAUS! Nee, Spaß, es gibt eine Kommentarfunktion für kurze und lange Kommentare. Und irgendwer sollte auch “erster” schreiben, das ist wichtig!
Anm.d.R.: Da waren mal mehr Absätze drin, hab jetzt versucht, sie so ungefähr, as I remember, wieder reinzumachen. Geht aber nicht immer. Damn you, Safari!<