Citius, altius, fortius
Zu Deutsch: Schneller, höher, stärker (oder auch schneller, höher, weiter). Unter diesem Motto treffen sich Sportler aus aller Welt in recht regelmäßigen Abständen (wenn man vone in paar Weltkriegen und ein paar hundert Jahren unterbrechung mal absieht) zu den Olympischen Spielen. Ergänzt man diesen Wahlspruch noch um die Formel “Koste, was es wolle”, so erhält man das Motto, unter dem sich einmal im Jahr die Radsportler Meister des Dopings in Frankreich treffen, um sich gegenseitig zu beweisen, wer die besten Medikamente kennt un die besten Fremdblutspender hat. Der Spender von A. Vinokurov jedenfalls war schlecht – zu auffällig – Pech für ihn und sein Team Astana, das nun, vollgepumpt mit Geldern kasachischer Sponsoren, aus der Tour geschmissen wurde. Pech vor allem für Vinokurovs Teamkollegen A. Klöden, der sich schona uf Platz 5 vorgedopt hatte – wenn das mal kein Teamgeist ist, was dann?
Nun zur Moralkeule: Natürlich weiß jeder, dass Betrug moralisch untragbar ist. Und dass die Radfahrer dafür in der Hölle schmoren werden, muss ich nicht extra erwähnen (I await you, Mister Armstrong!). Aber: Ist es noch Betrug, wenn eh jeder irgendwas schluckt? Sind die Ausgangsbedingungen nicht die gleichen? Kann der Erste nicht am Ende zum Letzten sagen: “Tja – Pech, da hätte es auch was von Ratiopharm gegeben!”? Handelte s sich bei Doping im Radsport denn noch um Betrug?
Natürlich nicht, es ist in Wirklichkeit noptwendig um aus dem Sumpf des Dopings rauszukommen – oder habt ihr schonmal versucht im Sumpf radzufahren? Na? Nicht? Also, habt gefälligst etwas Verständnis…
… oder so…
